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Auszug aus Pressebericht GITARRE & BASS, Ausgabe 2/2009

Avantgarde

Zunächst zieht der ungewöhnlich gestaltete Body alle Blicke auf sich und sieht so gar nicht aus wie die gewohnten Formen. Und handelt es sich bei dem achtsaitigen Instrument nun um einen Bass oder eine Gitarre? Die korrekte Antwort lautet: beides. Die Vootar verwischt die sonst so strenge Trennung zwischen den beiden Gattungen und erlaubt es, beides in einem zu spielen, Bass und Gitarre.

Radikalität

Abgesehen vom Konzept: An Radikalität mangelt es auch bei der Korpusgestaltung nicht, die exakt nach einem Voormann-Entwurf gearbeitet ist. Aber erstaunlich, wie gut ein X als Grundform die grundsätzlichgen Bedürfnisse der Gitarren-Ergonomie befriedigt. Wenn man noch etwas länger hinschaut, treten auch die Buchstaben K und V hervor, was ja auch einen gewissen Sinn ergibt, wenn der Designer Klaus Voormann heißt…………... Ohne jedes schmeichelnde Contour-Shaping schafft es diese Achtsaitige bei aufgelegtem Unterarm jedoch trotzdem, recht gewogen am Körper zu liegen und fühlt sich dabei tatsächlich ein wenig wie ein akustisches Instrument an. Gurtknöpfe sind übrigens nicht vorhanden, zumindest das 4,5 kg schwere Original will im Sitzen gespielt werden.

……………………….Während man bei den unterschiedlich großen Stimmechaniken vier Bass- und vier Gitarrensaiten zählt, teilen die Splitcoil-Pickups das Saitenfeld anders auf. In dieser 3:5-Aufteilung erlaubt auch die Elektronik eine getrennte Regelung der Ausgangssignale, drei Basssaiten und fünf Gitarrensaiten sind separat einstellbar. In der Stimmung gehört die vierte „Bass-„Saite mit ihrem tiefen A sowieso eher zur Gitarre, bildet aber durch einen Quint-Sprung zur nächsttieferen Saite eine gute Brücke zum Bassteil der Vootar.

Spielerei

Mit der 756-mm-Mensur erzeugt das Instrument mächtig fette Sounds auf den hohen Saiten und kommt auch im tiefsten Bass noch mit glaubhaftem Pfund rüber. Da hat der Erbauer ein wenig mit der Besaitung getrickst, und für´s tiefe E eine dicke .135“-Saite eingesetzt. Super klingt das, entspannt, drahtig und tiiief. Nach oben hin normalisieren sich die Stärken, für´s hohe E ist eine .010er aufgespannt. Die drei Alnico-Splitcoils übertragen den reichen Saitenton der Vootar mit knackigem Biss. Eher Strat-ähnlich aus der Steg- und Hals-Position, während in der Mittelposition eine breitere Spule mit P90-Anlehnung eingesetzt wird. Dabei verleihen Cedro-Korpus und –Hals dem Ton eine beeindruckend luftige Tiefe und perlige Resonanz, ein Hauch Acoustic spielt hier dezent mit.

………………………nicht nur mit einem fünfstufigen Pickup-Wähler zu tun, sondern außerdem mit drei jeweils dreistufigen Kippschaltern und acht Potiknöpfen! Der Wahlschalter für die Tonabnehmer wie ein fünfstufiger Strat-Schalter, man hat also die drei einzelnen PUs und die beiden Kombinationen Steg+Mitte sowie Mitte+Hals. An den dreistufigen Kippschaltern fällt die Entscheidung, ob in der jeweiligen PU-Position nur die Gitarrensaiten, der Bass oder beide eingeschaltet sein sollen. Dabei sorgen die konzentrischen Doppelpotis noch für stufenlose Dosierbarkeit der Pegel. Unten liegen bei den Stacked Knobs die Bass-Pickups an, oben die Gitarren-Tonabnehmer. Das vierte Doppelpoti bietet zwei Höhenblenden, wieder für Bass- und Gitarrensaiten getrennt. Selbstredend benötigt die Vootar ein spezielles Stereo-Kabel für die Ausgangsbuchse, um Bassteil und Gitarrensaiten auf separate Amps geben zu können.

Erkenntnisse

…………..Aber sie eröffnen durch die elektrische Trennung von Gitarre und Bass auch kreatives Potential, zum Beispiel beim Effekt-Einsatz. ……………………..

Was die Vootar jedoch verblüffend klar macht: E-Bass und E-Gitarre haben sich spieltechnisch ziemlich weit auseinander entwickelt………………………

Vertrieb: Cassandra Elk, D-54497 Morbach

Internet: www.cassandraelk.com www.voormann.com

Preis: ca. € 3300 (Basismodell ab ca. € 2750)

Dirk Groll