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"Claudia"

 

Die Idee zu dieser Akustikgitarre kam mir, nach dem ich mit Klaus Voormann zusammen die „RUSHA“ designed hatte. Diese Gitarre ist auch hier auf der Homepage zu sehen. Als die Tests davon bei den Fachzeitschriften „Gitarre & Bass“ & „Akustik Gitarre“ so überaus positiv ausfielen, glaubte ich auf dem richtigen Weg zu sein, die konventionelle Linie auch bei den akustischen Gitarren zu verlassen. Bisher hatte ich mich in dieser Rubrik zurück gehalten, da mir der Mut & das Fachwissen fehlten. So eine „Geierleyer“ oder Dommel“ ist da schon was Anderes, wenn auch der Klang hier viel positives Feedback brachte. Na, und da hatte ich ja auch Erfolg, also war es mal an der Zeit meine eigene A-Gitarre zu designen. Die Namenswahl fiel nicht schwer. Da bei der „RUSHA“ Klaus sehr beteiligt war, wurde sie nach seiner Tochter benannt. Und ich beschloss meine Gitarre nach meiner Lebensgefährtin zu benennen. Nun mag jemand noch die Frage stellen, ob die ansprechenden Formen der Gitarre etwas mit der Gefährtin zu tun haben. Nun, ich finde schon, aber auch das bleibt jedem selbst überlassen, jedenfalls reichte die Inspiration aus, um dieses Design zu kreieren. Ich bin damit zufrieden, sowohl vom Klang, als auch von der Optik.

 


 

 

claudia1claudia2claudia3 Wieder hat hier der Gitarrenbau-Meister Karl Heinz Neudel aus Markneukirchen, (der Schmelztiegel deutscher Gitarrenbaukunst) Hand angelegt, wie bei der „RUSHA“. Ich beschränke mich bei diesen hochwertigen Instrumenten auf den Bau des Prototyps & lasse dann die erfahrenen Meister das Ganze umsetzen.
Ich weiß, wo meine Grenzen sind!

Nun zum Aufbau. Ich bin kein Freund von einem einzelnen, in die Mitte platziertem Schallloch. Daher bemühe ich mich um ein ansprechendes Design schon an diesem Detail. Bei der „RUSHA“ hatten wir, Klaus & ich, die Schallöffnung recht unkonventionell gestaltet, da tauchten u.a. auch die seitlichen „Schlitze“ auf, allerdings noch unter Verwendung der „Sonne & Mond-Öffnungen.
Jetzt sollte aber alles sehr viel „spitzer in den Rundungen“ aussehen. Das war das Erste, was ich herausarbeitete. Es wurden daher die Schallöffnungen vergrößert, im Gegensatz zur „RUSHA“, und das Ganze noch mit einer Palisander Umrandung, die in die Decke eingelassen wurde. Um die Decke sollte dann auch ein Ornament als Binding herumlaufen.
Die Decke wurde aus guter Alpenfichte hergestellt, die sich bei der „RUSHA“ schon so gut bewährt hatte.

 


 

 

Das nächste außergewöhnliche Designmerkmal ist wohl die Brücke. Ich wollte die Saiten ganz durchgehend haben, wie bei den Archtop-Gitarren. Die Brücke aus Palisander (mit Knocheneinlage) ist freischwebend & verstellbar. Das „Tailpiece“ ist aus Stahlblech, mit einer Palisander-Auflage, durch die die Saiten geführt & gehalten werden. Eine Streifenahorn-Einlage ist in den Saitenhalter eingesetzt, um auch an dieser Stelle die Kombination von Ecken & Rundungen zu unterstreichen. Natürlich hat diese optische Besonderheit der Brückenkonstruktion Einfluss auf den Klang, aber dazu später.

Das Design der Kopfplatte verbindet wieder geschwungene Rundungen mit Ecken & Kanten, ohne dabei spitz zu wirken. Sie ist bewusst asymmetrisch gebaut, auch die Mechaniken laufen nicht parallel, um mit dem Korpus zusammen zu wirken. Diese hat ein aufgeleimtes Streifenahorn-Furnier mit darunter liegendem Palisander-Furnier, von der Seite leicht zu erkennen. Ebenso die Halsspannstab-Abdeckung, die mit einer Schraube fixiert wurde.
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Die Lackierung ist in Seidenmatt ausgeführt, was auch bei der „RUSHA“ schon gut wirkte.


Der Klang ist so ausgelegt, das er alle Musikrichtungen abdeckt. Er ist warm, klar & erzeugt bei Fingerpicking, wie auch bei Strumming genug Transparenz. Klangbeispiele bald auf der Homepage zu hören. Auf alle Fälle bin ich froh, mich an diese Thema herangewagt zu haben, da es mir immer wieder Freude bereitet dieses schöne Instrument in die Hand zu nehmen. Wie meine Lebensgefährtin……………………